Manchmal sind es die kleinen Dinge, die aus einem ganz normalen Tag einen guten machen.
Heute war ich auf dem Pöstlingberg unterwegs, den Anstieg hoch wie so oft. Wieder zurück stand da eine Frau mitten in ihrer Arbeit und band gerade frische Sträuße. Um sie herum Eimer voller Dahlien, Zinnien, Kosmeen, dazwischen Gräser und Farnwedel.
Wir kamen ins Plaudern, nur ein paar Sätze, aber genug, um zu merken: Die Sträuße waren einfach zu schön, um einfach weiterzugehen. Also hab ich mir einen gekauft. Und weil mein Geburtstag bald ansteht, hat sie mir noch einen ordentlichen Nachlass gegeben, quasi als Vorgeschmack aufs Feiern.

Zu Hause kam der Strauß in die alte gestreifte Kanne und blieb dort die nächsten Tage stehen. Die orange Dahlie wurde von Tag zu Tag praller, die weißen Kugelamaranth-Blüten hielten tapfer durch, die Wilde-Möhre-Dolden trockneten langsam ein und wurden dabei fast noch schöner.
Ein paar Tage später, als sich die Blüten schon weiter geöffnet hatten, hab ich noch einmal fotografiert, diesmal weicher, fast verträumt. Pinke Zinnien, gelbe Farbtupfer, weiße Astern und dazwischen die erste welke Dahlie in warmem Orange.

Große Freude für einen ganz gewöhnlichen Tag. Manchmal muss man dafür nicht weit gehen, manchmal reicht ein kurzes Gespräch am Wegesrand und ein Strauß, der einem zeigt: heute ist ein besonderer Tag.
